Hundesteuer 2027: diese Städte erhöhen

20 der von uns erfassten Städte erhöhen die Hundesteuer zum 1. Januar 2027, darunter Hamburg, München und Nürnberg; Kamp-Lintfort führt einen eigenen Satz für gefährliche Hunde ein. Die Tabelle zeigt, was ein Hund bisher kostet und was ab 2027 gilt. Wir nehmen nur beschlossene Änderungen auf.

Hundesteuer pro Jahr: bisher und ab 1. Januar 2027
Ort 1. Hund bisher 1. Hund neu Gefähr­licher Hund neu
Hamburg 90 € 120 € 900 €
München 100 € 144 € 1.200 €
Nürnberg 132 € 144 € noch nicht bekannt
Heilbronn 110 € 132 € 600 €
Iserlohn * 90 € 110 € kein gesonderter Satz
Ratingen * 115 € 127 € 1.045 €
Oranienburg 50 € 84 € 600 €
Alsdorf * 96 € 120 € 760 €
Wesseling * 78 € 120 € 840 €
Schorndorf 144 € 156 € 840 €
Lage * 75 € 83 € 669 €
Lemgo * 50 € 70 € 600 €
Kamp-Lintfort * 100 € 100 € 500 €
Neckarsulm 102 € 120 € 720 €
Neuburg a.d.Donau 50 € 70 € 1.000 €
Herrenberg 132 € 144 € 760 €
Nagold 108 € 125 € 600 €
Mössingen 120 € 144 € kein gesonderter Satz
Freudenstadt 108 € 120 € 700 €
Bad Waldsee 100 € 120 € 1.000 €
Döbeln 48 € 72 € 480 €

* Staffel nach Zahl der Hunde im Haushalt: Der Betrag gilt für einen einzelnen Hund; bei mehreren Hunden zahlt jeder Hund den höheren Staffelsatz.

Die Erhöhungen im Überblick

Für den ersten Hund wird Schorndorf mit 156 € am teuersten, vor München, Nürnberg, Herrenberg und Mössingen (je 144 €). Prozentual steigt die Steuer in Oranienburg am stärksten (von 50 € auf 84 €), gefolgt von Wesseling (78 € auf 120 €) und Döbeln (48 € auf 72 €). Die kleinste Erhöhung für den ersten Hund hat Lage mit 8 €.

Zwölf Städte haben ihre Satzung veröffentlicht. In Nürnberg, Lage, Lemgo, Kamp-Lintfort, Neckarsulm, Neuburg an der Donau, Herrenberg, Freudenstadt und Döbeln hat der Rat entschieden, die geänderte Satzung ist aber noch nicht veröffentlicht.

  • Hamburg: 120 € statt 90 € pro Hund, gefährliche Hunde 900 €.
  • München: 144 € statt 100 €, Kampfhunde 1.200 €.
  • Nürnberg: 144 € für den ersten, 168 € für jeden weiteren Hund. Kampfhund-Satz noch unbekannt.
  • Heilbronn: 132 € für den ersten, 264 € für jeden weiteren Hund, gefährliche Hunde 600 €.
  • Iserlohn: 110 € für einen Hund, 130 € bzw. 150 € je Hund bei zwei bzw. drei Hunden.
  • Ratingen: 127 € für einen Hund, 220 € bzw. 275 € je Hund, gefährliche Hunde 1.045 €.
  • Oranienburg: 84 € für den ersten, 90 € für den zweiten, 120 € für jeden weiteren Hund.
  • Alsdorf: 120 € für einen Hund, 170 € bzw. 205 € je Hund, gefährliche Hunde ab 760 €.
  • Wesseling: 120 € für einen Hund, 150 € bzw. 180 € je Hund, gefährliche Hunde 840 €.
  • Schorndorf: 156 € für den ersten, 312 € für jeden weiteren Hund, Kampfhunde 840 €.
  • Lage: 83 € für einen Hund, 103 € bzw. 129 € je Hund, gefährliche Hunde 669 €.
  • Lemgo: 70 € für einen Hund, 85 € bzw. 100 € je Hund, gefährliche Hunde 600 €.
  • Kamp-Lintfort: normale Sätze unverändert, neu 500 € für einen gefährlichen Hund (bisher kein eigener Satz).
  • Neckarsulm: 120 € für den ersten, 240 € für jeden weiteren Hund, Kampfhunde 720 €.
  • Neuburg an der Donau: 70 € für den ersten, 100 € für den zweiten, 130 € für jeden weiteren Hund.
  • Herrenberg: 144 € für den ersten, 288 € für jeden weiteren Hund, Kampfhunde 760 €. Keine Steuermarken mehr.
  • Nagold: 125 € für den ersten, 250 € für jeden weiteren Hund, neu Kampfhunde 600 €.
  • Mössingen: 144 € für den ersten, 288 € für jeden weiteren Hund.
  • Freudenstadt: 120 € für den ersten, 240 € für jeden weiteren Hund, Kampfhunde 700 €.
  • Bad Waldsee: 120 € für den ersten, 240 € für jeden weiteren Hund, neu Kampfhunde 1.000 €. Ab 2030 steigen die Sätze erneut.
  • Döbeln: 72 € für den ersten, 120 € für jeden weiteren Hund, gefährliche Hunde 480 €.

Achtung bei Staffelsätzen

Iserlohn, Ratingen, Alsdorf, Wesseling, Lage, Lemgo und Kamp-Lintfort berechnen die Steuer nach der Zahl der Hunde im Haushalt. Der Staffelsatz gilt dort für jeden Hund. Wer zwei Hunde hat, zahlt in Ratingen ab 2027 also 440 € und nicht 127 € plus 220 €.

Was Hundehalter tun müssen

Wer seinen Hund bereits angemeldet hat, muss ihn nicht neu anmelden. In Schorndorf verlangt die neue Satzung allerdings, die Rasse bereits gemeldeter Hunde mitzuteilen. Es lohnt sich, die Befreiungen zu prüfen: Hamburg, Heilbronn, Nürnberg und Neuburg an der Donau erweitern sie, Schorndorf streicht einige.

So wählen wir Meldungen aus

Wir berichten nur über beschlossene Änderungen: eine veröffentlichte Satzung, ein verkündetes Gesetz oder einen dokumentierten Ratsbeschluss. Jede Zahl stammt aus der amtlichen Quelle, die in der jeweiligen Meldung verlinkt ist.

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Quellen

Verbindlich ist allein die Satzung oder das Gesetz. Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie an info@lutec-solutions.com.

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