Hundesteuer in Baden-Württemberg 2026
Für Baden-Württemberg sind 29 Städte erfasst. Für den ersten Hund zahlen Halter in Baden-Württemberg zwischen 96 € (Lörrach) und 168 € (Ludwigsburg) im Jahr. Der Median liegt bei 120 €. In Baden-Württemberg ist eine Hundehaftpflichtversicherung nur für gefährliche Hunde vorgeschrieben.
Die Hundesteuer legt jede Gemeinde in ihrer eigenen Satzung fest. Das Land regelt Haftpflicht, Listenhunde und Leinenpflicht.
Städte in Baden-Württemberg
| Stadt | Einwohner | 1. Hund pro Jahr |
|---|---|---|
| Lörrach | 51.274 | 96 € |
| Rastatt | 50.753 | 96 € |
| Lahr/Schwarzwald | 51.208 | 100 € |
| Ravensburg | 50.549 | 108 € |
| Ulm | 130.288 | 108 € |
| Baden-Baden | 56.952 | 110 € |
| Heilbronn | 132.516 | 110 € |
| Böblingen | 51.204 | 120 € |
| Freiburg im Breisgau | 238.299 | 120 € |
| Göppingen | 58.678 | 120 € |
| Heidenheim an der Brenz | 50.612 | 120 € |
| Konstanz | 86.691 | 120 € |
| Offenburg | 63.437 | 120 € |
| Pforzheim | 134.422 | 120 € |
| Sindelfingen | 61.428 | 120 € |
| Waiblingen | 57.186 | 120 € |
| Aalen | 67.675 | 126 € |
| Esslingen am Neckar | 95.419 | 132 € |
| Friedrichshafen | 62.781 | 132 € |
| Leonberg | 49.514 | 132 € |
| Villingen-Schwenningen | 89.766 | 132 € |
| Heidelberg | 156.092 | 144 € |
| Karlsruhe | 309.247 | 144 € |
| Mannheim | 319.536 | 144 € |
| Schwäbisch Gmünd | 63.930 | 144 € |
| Stuttgart | 609.365 | 144 € |
| Tübingen | 92.607 | 144 € |
| Reutlingen | 119.040 | 156 € |
| Ludwigsburg | 93.002 | 168 € |
Hunderecht in Baden-Württemberg
- Hundehaftpflicht
- In Baden-Württemberg ist eine Hundehaftpflichtversicherung nur für gefährliche Hunde vorgeschrieben. Keine allgemeine Haftpflichtpflicht. Nur für erlaubnispflichtige Kampfhunde: Die Haltungserlaubnis ist in der Regel vom Nachweis einer besonderen Haftpflichtversicherung abhängig zu machen (§ 3 Abs. 2 Satz 6 PolVOgH).
- Listenhunde
- Das Land führt eine Rasseliste: American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit Bull Terrier, Bullmastiff, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Bordeaux Dogge, Fila Brasileiro, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Mastiff, Tosa Inu. Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde (PolVOgH): § 1 Abs. 2 – American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit Bull Terrier und deren Kreuzungen gelten als Kampfhund, solange nicht für den einzelnen Hund nachgewiesen wird, dass keine gesteigerte Aggressivität vorliegt (Prüfung vor Amtstierarzt und Polizeihundeführer, § 1 Abs. 4). § 1 Abs. 3 – bei 9 weiteren Rassen und ihren Kreuzungen kann die Kampfhundeeigenschaft im Einzelfall bei Anhaltspunkten nach Prüfung festgestellt werden. Kampfhundehaltung ab 6 Monaten braucht eine Erlaubnis der Ortspolizeibehörde (berechtigtes Interesse, Zuverlässigkeit, Sachkunde, Kennzeichnung, § 3). Zucht- und Kreuzungsverbot sowie Pflicht zur Unfruchtbarmachung für Kampfhunde (§ 5 Abs. 1).
- Leinenpflicht
- Keine landesweite allgemeine Leinenpflicht. Landesweit an der Leine außerhalb des befriedeten Besitztums: Kampfhunde, alle Hunde der 12 gelisteten Rassen und ihrer Kreuzungen (älter als 6 Monate) sowie gefährliche Hunde (§ 4 Abs. 3 PolVOgH; Ausnahmen für Nicht-Kampfhunde der gelisteten Rassen möglich, § 4 Abs. 6); Kampfhunde und gefährliche Hunde zusätzlich mit Maulkorb (§ 4 Abs. 4). Für alle übrigen Hunde regeln die Gemeinden Leinenpflichten durch Polizeiverordnung.
- Sachkunde
- Für gewöhnliche Hunde keine landesrechtliche Pflicht zu Sachkundenachweis, Hundeführerschein, Chip oder Register. Für Kampfhunde Erlaubnis mit Sachkunde und unveränderlicher Kennzeichnung (§ 3 Abs. 2); Hunde der gelisteten Rassen und Kampfhunde müssen außerhalb des befriedeten Besitztums eine Halterkennzeichnung am Halsband tragen (§ 4 Abs. 3 Satz 2).
- Rechtsgrundlage
- Polizeiverordnung des Innenministeriums und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über das Halten gefährlicher Hunde (PolVOgH) vom 3. August 2000, Fassung vom 3. Februar 2021 (geprüft am 28. September 2026)